Macht des Wissens und Magie der Handlung

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Wissen ist ein mächtiges Werkzeug. Doch ein Werkzeug nutzt nur dann, wenn Du auch weißt, wie Du es einsetzt. Die eigentliche Magie liegt im Handeln. Vor allem im Beginnen. Wie Du in diese Magie kommst, erfährst Du in diesem Blogartikel.


Wenn Du die letzten Wochen auf diesem Blog verfolgt hast, dann hast Du sicherlich (so hoffe ich jedenfalls) den ein oder anderen wissenswerten Fakt für Dich mitgenommen.

Vielleicht gehörst Du – ebenso wie ich – zu den Menschen, die es lieben, neues Wissen aufzusaugen, neugierig Erkenntnisse zu sammeln und diese wie ein Puzzle zusammen zu setzen.

Diese Fähigkeit ist eine große Ressource!

Nicht umsonst kennt nahezu jeder das geflügelte Wort „Wissen ist Macht„.

Dieser Spruch soll auf den englischen Philosophen Francis Bacon zurückgehen, der von 1561 – 1626 lebte. Seine Werk legte mitunter erste Grundsteine für das Zeitalter der Aufklärung um 1700.


Wissen allein reicht nicht

Die Zeit der Aufklärung allerdings ist vorbei, mittlerweile leben wir in einer Ära des nahezu unbegrenzten Informationsaustausches im digitalen Zeitalter.

Wissen hat sich verändert, denn es steht fast allen Menschen unbegrenzt und kostenlos (!) durch das Medium Internet zur Verfügung.

Wenn es nach Bacons Satz ginge, müsste der Großteil der Menschheit überaus mächtig sein. Ist das so?

Nun, das ist natürlich zum einen eine Definitionsfrage, je nachdem, wie der Begriff „Macht“ assiziiert ist und welche Bedeutung dem zugeschrieben wird.

Zum anderen Leben wir eben nicht mehr im Zeitalter der Aufklärung – die Rahmenbedingungen, die Welt in der wir leben, ist kaum noch mit der Welt von vor 250 Jahren vergleichbar.

Wie hat sich unsere Welt in Bezug auf Wissen verändert?

Wissen alleine reicht nicht mehr aus.
Wirklich wertvoll und ein machtvolles Werkzeug ist angewendetes Wissen.

Da Informationen im Prinzip jedem über das Internet zugänglich sind, ist es im Gegensatz zu früher (und das ist gar nicht mal so früh – denke nur alleine daran, wie die Situation vor 30 Jahren war, als das Internet noch in seinen Kinderschuhen steckte) nur eine Frage der Recherche, um an dieses Wissen heran zu kommen.

Gleichzeitig ist Information im Internet nicht gefiltert, sodass wir selbst diese Aufgabe übernehmen müssen. Die Vielzahl an scheinbaren Fakten, unzählige unterschiedliche Meinungen und die schiere Masse an Informationen sind zum Teil undurchsichtig und qualitativ nicht immer leicht zu unterscheiden. Das kann schnell überfordernd wirken.


Die Magie liegt in der Handlung

Nehmen wir für ein Denkbeispiel mal den Bereich der persönlichen Potentialentfaltung und der Umsetzung Deiner Weiterentwicklung.

Gerade in diesem Bereich wird Dir schnell klar sein, dass Dir WISSEN ALLEINE NICHT BEI DER ERREICHUNG VON ZIELEN HELFEN WIRD.

Das spannendste Wissen, die besten Informationen bewirken nichts, wenn sie nicht angewendet werden.

So wissen die meisten Menschen, dass sie für ein gesünderes, vitaleres und erfüllteres Leben natürlich Bereiche wie Ernährung, Bewegung und die eigene Gedankenwelt (die hat definitiv den größten Anteil daran!) betrachten und hier Veränderungen vornehmen dürfen.

Natürlich wissen Menschen, dass Rauchen massiv schädlich ist, dass ein Salat gesundheitlich besser als eine Pizza ist und sich das Mindset und die eigene Art zu denken eher in einer positiveren Weise entwickeln wird, wenn sie ein Buch lesen, als wenn sie jeden Abend Trash-TV anschauen.

Doch Wissen reicht alleine nicht aus. Es ist die notwendige Basis, allerdings liegt die Magie der Veränderung erst in der Handlung.

Die Magie der Veränderung kommt mit dem Handeln

Diese Magie, die Du spüren kannst, wenn Du ins Handeln kommst, hat verschiedene Facetten:

  • Selbstwirksamkeit
    Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, auch Herausforderungen und schwierige Situationen meistern zu können. Selbstwirksamkeit entsteht nicht aus dem Nichts. Sie setzt sich zusammen aus der sukzessiven Erfahrungen, einzelnen Erfolgserlebnissen in verschiedensten Situationen. Jedes Mal, wenn Du etwas tust, was Dich auch nur ein winziges Stück aus Deiner Komfortzone führt, kannst Du Deine Selbstwirksamkeit damit stärken. Das rüstet Dich auch für größere Herausforderungen im Leben.
  • Momentum
    Damit sich ein ICE in Bewegung setzen kann, braucht es eine große Menge an Energie, denn so ein ICE wiegt um die 700 Tonnen (!). Ist der Zug allerdings erst einmal in Bewegung, braucht es viel weniger Energie, um die Geschwindigkeit zu halten. Im Gegensatz wird es sogar immer schwieriger, ihn anzuhalten, je schneller er unterwegs ist. Eine Gewohnheit ist ein ICE. Der Anfang ist meist das schwerste. Je länger Du Dich in der Umsetzung befindest, je mehr Du ins Handeln kommst, desto leichter fällt es Dir – Du kommst in einen „Workflow“, Handlungen werden zur Gewohnheit.
  • Wellenschlagen
    Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, sind Deine Lebensbereiche nicht von einander isoliert. Dein Leben ist ein Gesamtsystem, welches wie durch viele Zahnräder in einander greift und miteinander in Beziehung steht. Veränderung in einem Bereich Deines Lebens oder Seins (z. B. in Deinen Gedanken) schlagen Wellen auf andere Bereiche (z.B. Beziehungen mit Deinen Mitmenschen). Probier es einmal aus und beobachte ganz bewusst, was sich tut, wenn Du eine Veränderung in einem Bereich einleitest!

Das Thema Zielerreichung ist in der Arbeit mit meinen Klienten sehr zentral. Zumeist geht es erst einmal darum, überhaupt heraus zu finden, was das Ziel den sein soll. Also, was das ZIEL WIRKLICH sein soll.

Denn häufig ist das eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Im Laufe der Sozialisation und unseres Erwachsenwerdens sehen sich die meisten Menschen mit vielen Ansprüchen, Meinungen und Erwartungen von anderen und auch von sich selbst (vieles wird unbewusst verinnerlicht) konfrontiert, dass die eigene Stimme dagegen oftmals nicht einfach ankommt…


Da dies ein sehr spannendes Thema ist, das wir von ganz unterschiedlichen Seiten betrachten können, widme ich dem die kommenden Wochen, sowohl hier auf dem Blog, als auch auf Instagram. Wenn Du mir dort noch nicht folgst, schau doch einmal hier vorbei!


Beginne trotzdem!

Selbst wenn Du noch nicht so richtig weißt, was Dein eigentliches Ziel ist, lege ich Dir sehr ans Herz, dennoch ins Handeln kommen! Warum?

Wirklich effektiv und schnell lernen wir nur durch Fehler. Versuch und Irrtum können ein starker Motor für Deine Entwicklung sein.

Dazu darfst Du es Dir zunächst erlauben, Fehler zu machen!

Die meisten von uns haben in unserem Schulsystem vermittelt bekommen, dass Fehler zu machen schlecht ist, und gute Leistung zu bringen gut. Doch so funktioniert nur das Schulsystem. Das Leben funktioniert anders.

Im wahren Leben, außerhalb der Schule, lernen wir nicht aus Büchern, sondern aus Erfahrungen. Das beginnt schon, wenn wir laufen lernen, oder wie wir mit einem Löffel essen.

Es gibt kein Versagen – nur Feedback.

Grundsatz im NLP

Was verändert sich, wenn Du Fehler nicht mehr als „schlecht“ oder „unerwünscht“ ansehen und damit vermeiden musst, sondern wenn jede Handlung einfach nur ein Feedback ist?

Ein Feedback über „so funktioniert das“ oder „so funktioniert das noch nicht„.

Wenn Du eine neue, eigene und vor allem konstruktive Fehlerkultur für Dich schaffst, hast Du die Erlaubnis, zu experimentieren, auszuprobieren und zu forschen. – Wie damals, als Du als neugieriges Kind die Welt mit allen Sinnen und voller Neugier und Wissbegierde erforscht hast.

Über diese Erfahrungen wirst Du zum einen viel effektiver lernen und theoretisches Wissen in Dein Leben, Deine neuronalen Strukturen und damit Dein SEIN integrieren. Zum anderen gibst Du Dir selbst damit viel eher die Möglichkeit, herauszufinden, was genau eigentlich Dein wirkliches Ziele ist. Denn Du wirst das Feedback unmittelbar bemerken:

Entweder Du fühlst Dich großartig, Du fühlst FREUDE – dann darfst Du hier weiter forschen. Oder eben nicht. Dann lässt Du es einfach sein.

Folge der FREUDE!
Sie zeigt Dir, was Du brauchst.

In diesem Sinne wünsche ich Dir Freude, Leichtigkeit und Mut zum Fehler machen, zum Experimentieren und Spüren der Magie darin.

Von Herzen,
Elina


Gerne unterstütze ich Dich auch persönlich und individuell dabei, Deine Ziele zu finden, Klarheit zu gewinnen und in die Magie des Beginnens zu kommen. Kontaktiere mich dazu gerne für ein kostenloses Beratungsgespräch.


Quellen


Krapp, A., & Ryan, R. M. (2002). Selbstwirksamkeit und Lernmotivation. Zeitschrift für Pädagogik. Selbstwirksamkeit und Motivationsprozesse in Bildungsinstitutionen, 44, 54-82.

Schwarzer, R., & Jerusalem, M. (2002). Das Konzept der Selbstwirksamkeit. ZEITSCHRIFT FUR PADAGOGIK BEIHEFT, 44, 28-53.

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