Die Zeit der Auferstehung

Hallo liebe Leserin, lieber Leser!

Dieser Blogartikel wird ein bisschen anders als sonst. Heute gibt es mal keine kleine aber feine Wissensreise in die Welt von Psychologie und ganzheitlichem Coaching, sondern einfach mal meinen Gedankenfluss auf Papier – äh, auf dem Desktop…


Wir feiern Ostern in diesem Jahr anders. Sicherlich machen sich die Maßnahmen rund um Corona auch bei Dir und zum diesjährigen Osterfest bemerkbar. Nun, die Zeiteinteilung und -wahrnehmung in der Selbstständigkeit ist sowieso anders, als wenn man einem 9 to 5-Job nachgeht, von daher fallen Feiertage eh nicht allzu sehr ins Gewicht. So wirklich ein Wochenende gibt es ja auch nicht. Besondere Feiertage machen sich eher durch die Familien- und kulinarischen Traditionen bemerkbar – zumindest ist das bei mir so.

Diese vertrauten und zum Teil seit der Kindheit bestehenden Abläufe und Rituale fallen zu Ostern in diesem Jahr weg.

Zum Einen finde ich das traurig. Diese Traurigkeit ist aber eher unabhängig von den Feiertagen selbst… vielmehr wird mir gerade besonders bewusst, wie sehr ich es vermisse, meine Eltern oder Omis fest in den Arm zu nehmen. Wie selbstverständlich an einem Sonntag zusammen zu sitzen, einen Kaffee zu genießen und diese kostbaren Momente so richtig bewusst zu genießen – das fehlt mir. Unfassbar dankbar bin ich, dass ich nicht alleine in meiner Wohnung sitze, sondern meine Lieblingsmitbewohnerin (meine Schwester) nahe bei mir habe… aber ich weiß, dass das eben bei vielen Menschen nicht der Fall ist.

Zum Anderen empfinde ich aber auch Erleichterung – viel weniger Essen vorbereiten, weniger Kuchen Gebacke (nur der, auf den ich gerade Lust hatte) und das umfangreiche Hokuspokus mit den „Ostergeschenken“ fällt auch weg. Uff – das ist irgendwie gut. Es besinnt sich gerade immer mehr auf das Wesentliche, jetzt, wo die ganzen Termine, Rennereien, Ablenkungen im außen einfach weg fallen.

Ostern ist das Fest der Auferstehung

Ich finde mittlerweile, Corona und die Gegenmaßnahmen hätten sich – unbachtet ihrer offensichtlichen Unumgehbarkeit – kaum zu einem besseren Zeitpunkt einstellen können. Der Virus und die entsprechenden Gegenmaßnahmen in Überschneidung mit der Fastenzeit, der Karwoche und dem Osterfest – dem kann man schon eine spannende Symbolik beifügen, wenn Du mich fragst.

Es ist in den vergangenen Wochen so Vieles zum Erliegen gekommen, viele Beschäftigungen, Aktivitäten und natürlich auch Wirtschaftszweige scheinen zu erstarren und sogar zu sterben, weil sie dieser Krise und den damit einhergehenden Maßnahmen nicht standhalten.

Das ist drastisch und schmerzhaft.

Doch jede Sache hat immer mindestens 3 Seiten (die drei Seiten der Medaille eben;). Wo etwas stirbt oder eingeht, entsteht Platz für Neues.
Können wir doch den erzwungenen Stillstand, die drastische Verlangsamung nutzen, um eine Inventur in unserem Lebenswandel, unserem Geist und in unserer Persönlichkeit zu machen. Ich denke es ist vielleicht sogar an der Zeit, BEWUSST ALTES STERBEN ZU LASSEN. Damit der RAUM FÜR ETWAS GANZ NEUES entstehen kann.

Meine Worte mögen dramatisch klingen (meine Wortwahl ist keinesfalls zynisch gemeint, sondern bezieht sich auf die allgemeine Vergänglichkeit von allem Lebenden, dass möchte ich an dieser Stelle nachdrücklich klarstellen).

Ein Grundprinzip des Lebens ist Wachstum und Zerfall

Die beiden Pole – Leben und Tod, Wachstum und Zerfall, Erschaffung und Zerstörung – können ohne einander nicht existieren. Sie gehören beide in gleichem Maße zu unserer Existenz.

Wo Altes nicht weicht, kann auch nichts Neues entstehen.



Schauen wir in die Natur, dann sehen wir, dass das Wachsen selbst in einem pulsierenden Rhythmus geschieht: Eine Pflanze wächst und ruht im Rhythmus der Sonne und des Lichts. Dabei wendet sie ihre Blüten dem Licht entgegen um die nährende Energie bestmöglich in sich auf zu nehmen. Welche Pflanze der Witterung nicht standhält, die vergeht. Ihre Bestandteile werden zu Humus, zu Erde, und damit Nährboden für den nächsten Samen, der an dieser Stelle keimt.




Die Raupe, die zum Schmetterling werden möchte, zerfällt auf Zellebene chemisch zuerst in ihre Bestandteile, ehe sich innerhalb des Kokons ein völlig neues Wesen zusammensetzt und in einer Art ganz eigener Wiederauferstehung in seiner neuen Daseinsform ein neues Leben beginnt.


Wie wäre es, wenn wir es der Pflanze und dem Schmetterling gleich tun?

Wie wäre es, wenn wir – zum Besseren – verändert aus dieser Zeit der Krise herausgehen?

Wie wäre es, wenn wir in dieser Zeit unsere ganz eigene Wiederauferstehung leben?



Ich wünsche es uns allen, unserem Planeten, von Herzen, dass wir das schaffen!

Wie kommen wir dahin?


Lass mich Dir ein paar Punkte mit in die nächste Zeit auf Deinen Weg geben, zu denen ich auch für mich immer wieder zurückkehre:

  • Frage Dich, ob Du bisher das Leben gelebt hast, das Du tatsächlich aus Deinem tiefsten Herzen heraus leben möchtest.

    Worauf wartest Du vielleicht seit Langem?


    Auf welche Veränderung hast Du ständig gehofft?


    Was fehlte Dir bisher in Deinem Leben, um Erfüllung und Sinnhaftigkeit zu empfinden?

  • Wie möchtest Du tatsächlich leben?

    Was bräuchtest Du, um das Leben zu leben, das Du Dir wünschst?


    Was ist eigentlich schon da?


    Was hält Dich davon ab, Deine Ressourcen zu nutzen und tatsächlich ins Handeln zu kommen?


    Was sind Deine größten Ängste?

  • Möchtest Du Dich entscheiden, die Veränderung anzunehmen und Dich auf das Leben zu zu bewegen, das Du Dir aus tiefstem Herzen wünschst?

    Wenn Deine Antwort an dieser Stelle JA lautet, dann gehe ein Commitment mit Dir ein! Schreibe Dir die Antworten auf die vorherigen Fragen auf und formuliere für Dich, warum Du Dir versprichst, ab jetzt einen neuen Weg zu gehen und Verantwortung für Veränderung in Deinem Leben zu übernehmen.

    Und dann stelle Dir zunächst nur diese eine Frage:

    Was kann ich heute tun, um meinem Ziel ein – wenn auch nur winzig kleines Schrittchen – näher zu kommen?

    Beantworte diese Frage täglich aufs Neue.

Ich hoffe und wünsche mir von Herzen, dass diese Worte etwas in Dir zum Klingen bringen. Wenn Du bis hierher gelesen hast, dann ist vermutlich genau das passiert.
Zu diesem Osterfest wünsche ich jedem – Dir und mir – eine ganz eigene Wiederauferstehung des Bewusstseins, des Wachstums und der Klarheit.

Von Herzen,
Elina


In diesen Zeilen habe ich Dir mein Herz ausgeschüttet. Natürlich sind diese Fragen kein allgemeines Patentrezept. Ich denke jedoch, dass sie durchaus die Macht haben, etwas in Bewegung zu setzen.
Alleine durch Fragen an Dich selbst kannst Du Dein Bewusstsein erweitern und Klarheit in Dir und für Deine nächsten Lebensaufgaben finden.
Dennoch gibt es Punkte, an denen wir – und das ist völlig normal – alleine nicht weiter kommen. Wir drehen uns dann gedanklich (und meist auch emotional) im Kreis. Unsere „blinden Flecken“ zu sehen, ist meistens alleine nahezu unmöglich.
An dieser Stelle ist ein/e Mentor/in so unglaublich wertvoll. Eine Person, der Du vertraust, und die Dir die richtigen Fragen stellt, kann Deinen Entwicklungsprozess und Deine Zielerreichung um ein Vielfaches beschleunigen. Hier spreche ich aus meiner eigenen Erfahrung.

Wenn Du Dich persönlich von mir unterstützen lassen möchtest, dann schreibe mir gerne über das Kontaktformular. Wir machen dann einen unverbindlichen und kostenfreien Telefontermin aus, um zu sehen, inwiefern wir zusammen arbeiten können.

Bis dahin wünsche ich Dir ein friedliches und freudvolles Osterfest!

Herzlichst,
Elina

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