Kategorienarchiv: Neuropsychologie

Lesezeit ca. 6 Minuten Ein Mediziner beschäftigt sich mit den körperlichen Beschwerden seiner Patienten. Ein Psychologe oder Psychotherapeut kümmert sich um die psychischen Probleme. Bereits an dieser landläufigen Aufteilung der Fachgebiete wird eine klare Trennung von Körper und Psyche deutlich. Allerdings ist diese Einteilung gar nicht mal so sinnvoll – vor allem nicht in der Persönlichkeitsentwicklung. Warum Du in Deiner mentalen Arbeit unbedingt auch Deinen Körper mit einbeziehen solltest, erfährst du in diesem Artikel. Bereits im 17. Jahrhundert, seitdem René Descartes – zu seiner Zeit Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler – die Trennung von Körper und Geist postulierte, haben Ärzte und Wissenschaftler körperliche und psychische Erkrankungen strikt voneinander getrennt behandelt. Erst seit wenigen Jahren konnte über mittlerweile diverse Studien gezeigt werden, dass Körper und Psyche sehr wohl eng miteinander verbunden sind. So weiß man heute, dass die Psyche einen beachtlichen Einfluss…

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Lesezeit ca. 4 min Embodiment heißt übersetzt „Verkörperung“. Und dieser Name ist Programm: Die Forschung und Techniken rund um das Embodiment beschäftigen sich mit der Tatsache, dass die psychische Prozesse stets in den Körper eingebettet sind. Emotionen und Gefühle stehen in einer untrennbaren Verknüpfung mit dem Körper (Tschacher et al., 2012). Ist dir diese Verbindung bewusst, kann sie dir ein wertvolles Mittel im (emotionalen) Selbstmanagement sein. Mehr dazu in diesem Blogartikel. Heutzutage ist bereits weitläufig bekannt, dass die Art wie wir fühlen, unsere Umwelt wahrnehmen und diese beurteilen, abhängig von unserem körperlichen Wohlbefinden ist. Geht es uns schlecht, ist irgendwie auch die ganze Welt schlechter als sonst. Die emotionale Stimmung gührt dazu, dass wir unsere Umwelt in einem anderen Blick – quasi mit einer anderen „Brille“ als sonst – wahrnehmen. Gleichermaßen hat unsere Wahrnehmung und Deutung der Welt natürlich eine…

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Lesezeit: ca. 5 Min Körperhaltung und Körpersprache verraten uns einiges über unser Gegenüber. Gleichermaßen verrät unsere Körperhaltung anderen Personen auf subtile Weise sehr viel über uns. So können wir die Stimmungslage, den aktuellen Gemütszustand oder auch zum Teil körperliche Leiden unserer Mitmenschen über die Signale, die der Körper unwillkürlich aussendet, „ablesen“. Kommt beispielsweise eine Person mit gesenktem Blick, nach vorne gekrümmten Schultern und einem schlurfenden Gang auf uns zu, sehen wir dessen Niedergeschlagenheit quasi schon von Weitem. Der Körper ist ein Spiegel unserer Emotionen. Doch diese Verbindung ist keineswegs eine Einbahnstraße. So wie unsere emotionale Haltung unsere Körperhaltung beeinflusst, bestimmt unsere Körperhaltung auch unsere Gefühlswelt.Wissenswertes zu dieser unsichtbaren Verbindung zwischen Körper und Psyche sowie praktische Tipps, wie Du Dir dieses Wissen für Dein eigenes Wohlbefinden zu Nutze machen kannst, erfährst du in diesem Artikel. Im vorangegangenen Blogartikel zum Thema „Psychoneuroimmunologie…

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Lesezeit: ca. 7 min In der traditionellen, biomedizinischen Wissenschaft wurden der menschliche Körper sowie sein komplexes Immunsystem lange Zeit für ein autonom arbeitendes System gehalten. Dank aktueller Forschungen konnte mittlerweile allerdings gezeigt werden: Das menschliche Immunsystem funktioniert alles andere als autonom und isoliert vom Rest der Körperprozesse. Vielmehr muss es als ein Puzzleteil des Organismus angesehen werden, das in enger Verknüpfung zu Gehirn und Psyche steht. Und alle Puzzleteile verfolgen ein gemeinsames Ziel: Den Schutz des menschlichen Organismus, der evolutionär potentiell stets mit neuen Gefahren und Stressquellen konfrontiert ist (Singer & Schubert, 2014). In anderen Worten ausgedrückt: Kein Körper ohne Seele – und keine emotionale Regung ohne eine körperliche Reaktion. Wie diese wechselseitigen Zusammenhänge von Emotionen und Körper aussehen und wie Dir dieses Wissen nutzen kann, jeden Tag mehr zu dem Menschen zu werden, der Du sein möchtest und das…

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Lesezeit: ca. 5 Min Ein Gläschen Wein oder eine frische Tasse Kaffee zum Lernen gefällig? Warum das, abgesehen vom Genussfaktor, durchaus eine gute Idee ist, wenn Du Deinem Gehirn etwas auf die Sprünge helfen möchtest, erfährst Du in diesem Blogartikel. „Soziale Drogen“, wie Alkohol, Nikotin und Koffein genannt werden (ja, der gute alte Kaffee oder der leckere Espresso zählen auch dazu) sind in unserer Gesellschaft und in unserem Alltag seit Langem angekommen. Zum Teil sind sie gar nicht mehr weg zu denken. Ihre Wirkung (und Nebenwirkungen) auf unseren Körper und die Psyche wird wohl jedem weitestgehend bekannt sein. – Das soll in diesem Artikel auch gar nicht weiter thematisiert werden. Stattdessen möchte ich Dir heute ein bisschen neuropsychologisches Wissen für den Alltagsgebrauch mitgeben. Lebenslanges Lernen, immerwährende Kompetenz- und Wissenserweiterung sind für die meisten von uns fester Bestandteil des Privat- und…

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Lesezeit: ca. 6 min “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.” Dieses Sprichwort hast bestimmt auch Du schon einmal gehört oder selbst gesagt. Im Erwachsenenalter etwas Neues zu lernen hat vielfach den Ruf, schwierig oder sehr viel anstrengender zu sein, als es als Kind oder im jugendlichen Alter der Fall gewesen ist. Italienisch lernen mit 40? Noch mal zur Schule gehen oder ein Fernstudium beginnen mit 32 Jahren? Ein neues Hobby lernen im Rentenalter? Für viele geht an dieser Stelle bildlich gesprochen sofort eine geistige Mauer zu. „Im Alter geht das doch nicht mehr so einfach!“ oder eben: „Was Hänschen nicht gelernt, lernt Hans nimmermehr…“. Doch sind wir wirklich irgendwann zu alt zum Lernen? Haben wir die Chance auf etwas Neues verspielt, wenn wir es nicht schon in der Kindheit oder Jugend gelernt haben? In diesem Artikel möchte ich Dir…

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Lesezeit: ca. 5 min Gute Laune ist ansteckend. Schlechte Laune aber auch. Ein bekanntes Sprichwort. Doch steckt hinter diesem Satz doch mehr als nur eine Floskel? Die Neuropsychologie hat auf diese Frage eine interessante Antwort gefunden: Spiegelneurone. In den neunziger Jahren beschäftigte sich eine Forschungsgruppe um Giacomo Rizzalatti mit der Frage, wie das Gehirn es schafft Handlungen zu planen und zielgerichtet zu steuern. Im Rahmen ihrer Experimente untersuchten sie mittels Elektroden die Gehirnaktivitäten von Makaken-Affen, während diese nach Futter griffen. Während dieser Versuche konnte die Forschungsgruppe genau erkennen, welche Gehirnareale bei welcher Bewegung gebraucht bzw. aktiviert werden. Bei einem dieser Experimente kam es durch Zufall dazu, dass ein Affe, der noch an die Elektroden angeschlossen war, einem anderen Artgenossen bei diesem Experiment zusah. Hierbei machten die Wissenschaftler eine erstaunliche Beobachtung: Bei beiden Affen, sowohl bei dem Tier, welches die Aktivität…

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