Gute Vorsätze adé!

Ich güße euch, ihr lieben, fleißigen Blogleser und hoffe, ihr seid vor allem gesund in das neue Jahr hinein gerutscht!

Nun ist es schon fast eine Woche alt, dieses neue Jahr, und der eine oder andere hat sich mit Sicherheit schon an den berühmtberüchtigten Neujahrsvorsätzen versucht. Womöglich ist auch ein Teil schon daran gescheitert.

paper-3376854_1280

Die Tradition, sich Neujahrsvorsätze zu machen, hat sicherlich im Kern ihre Berechtigung und kann durchaus sinnvoll sein. Eine „Inventur“ – gedanklich, emotional, oder auch materiell – kann niemals schaden. Aber sie hat durchaus ihre Tücken…


„Das mit der gesünderen Ernährung musste dann doch aufgeschoben werden, denn es waren ja noch Reste übrig von Weihnachten, die zu schade zum Wegwerfen waren. Und das mit dem Sport ist ja auch gar nicht so einfach, denn das Wetter sollte dazu etwas besser sein… Und überhaupt müsste ich erstmal neue Sportschuhe kaufen – in den alten kann ich mich ja nicht sehen lassen!“ (usw., usw., usw.)

Vielleicht bist Du auch noch mitten drin in Deinen neuen Vorsätzen und nach wie vor guter Dinge. Wenn das so ist: Großartig!

Ich möchte mit der Überschrift keinesfalls gute Vorsätze madig reden (oder schreiben). Doch ich denke, wir kennen alle die „Tücken“, die diese neujährlichen Vorhaben so mit sich bringen:

  • Wenn Du schon gescheitert bist; doch einen Moment nachgegeben hast; den inneren Schweinehund eben doch noch nicht schlussendlich besiegt hast… dann spürst Du ein Gefühl ganz deutlich: Frust.

Frust ist ein äußerst kontraproduktives Gefühl, wenn es darum geht, motiviert zu bleiben. Frust gibt uns das Gefühl, zu versagen; nicht in der Lage zu sein, etwas zu schaffen. Solche Gedanken wiederum führen dazu, dass Du Dir selbst weniger vertraust. Eine gefährliche Methode, sich selbst (dauerhaft) zu sabotieren.

  • Wenn das Vorhaben dann schon kurz nach Tag X (also dem 01.01.) gescheitert ist, ist es meist schwer einen neuen Anfang zu finden. Denn welches Datum soll man da auswählen? Den 15.01.? oder den 01.02.? Schlicht ist kein Datum so prägnant, wie der Neujahrstag… also bis zum nächsten Jahr warten?

road-368719_1280

Das Problem liegt ganz klar nicht am Datum selbst, sondern daran, dass wir es in diesem Fall im Prinzip mit der berühmtberüchtigten Aufschieberitis zu tun haben. Warum brauchen wir unbedingt einen bestimmten Tag X?

Die Antwort lautet: Wir brauchen ihn eigentlich nicht. Wenn wir unseren Start in eine Veränderung an ein Datum (oder auch an eine Person, Wetter, sonstige Gegebenheit…) hängen, machen wir uns und  unseren Erfolg abhängig. Wir übernehmen nicht zu 100% Verantwortung für unser Vorhaben. (…vielleicht stehen wir auch nicht zu 100% hinter diesem Vorhaben…? – das wäre auch eine interessante Frage.) Für den Fall, dass wir scheitern, können wir immer noch XY die Schuld geben. Oder wir suchen einfach einen neuen Tag X und geben uns damit nur noch ein bisschen mehr der Aufschieberitis hin.

 


 

Du merkst, wirklich zielführend ist diese Strategie nicht. Stattdessen empfehle ich Dir folgende Schritte, wenn Du wirklich ernsthaft eine Veränderung herbei führen willst:

 

  1. Mache Dir klar, was Du konkret erreichen willst. Und was das für Dich heißt!

  2. Frage Dich, wie Du Dein Ziel erreichen kannst.

  3. Akzeptiere, dass Du auch nur ein Mensch bist und übernimm auch Verantwortung für Rückschritte.

  4. Bleib dran!!!

 

Was genau heißt das?

1. Mache Dir klar, was Du konkret erreichen willst. Und was das für Dich heißt!

Abnehmen“ oder „gesünder ernähren“ sind zwar grundlegend sinnvolle Vorhaben, als Zielformulierung dienen diese Floskeln allerdings wenig. Was heißt „abnehmen“ für dich? 10 kg weniger wiegen? Deinen Körperfettanteil um 5% senken?

Schwieriger wird noch die Definition von „gesünderer Ernährung“. Nur noch maximal einmal im Monat zu McDonalds? Gänzlich auf industriell erzeugte Produkte verzichten? Keine Softdrinks mehr zu Dir nehmen?

Hierbei verbirgt sich noch eine kleine Falle: „Gänzlich“, „komplett“, „für immer“ und „alles“ können kleine Fallen sein.

Wieso?

Du bist ein Mensch. Du darfst Fehler ganz allgemein machen und darfst auch Ausnahmen machen (siehe Punkt 3.).

  • Definiere, was genau Du erreichen willst
  • Überprüfe, ob Dein Ziel realistisch ist (in Bezug auf den Zeitrahmen, den Du Dir dafür gibst)
  • Übe Dich in der Visualisierung Deines Ziels
    • Fühle es
    • Rieche es
    • Schmecke es…
    • Bade Dich in den Emotionen, die mit Deinem Ziel einhergehen! Emotionen sind unser wichtigster Motor, unsere Ziele zu erreichen!

2. Frage Dich, wie Du Dein Ziel erreichen kannst.

Nachdem Du es nun schon deutlich vor Deinem inneren Auge siehst, und es mit allen Fasern Deines Körpers fühlst, kribbelt es Dich bestimmt schon in den Fingern, Dich an die Umsetzung zu machen. Die nächsten Fragen lauten nun: „Was musst Du tun, um an Dein Ziel zu kommen?“, „Was ist nötig, damit Du dort hin gelangst?“

Die Antworten an dieser Stelle sind völlig Dir überlassen. Prüfe auf Realität – behalte im Hinterkopf, dass das wichtigste ist, langfristig motiviert zu bleiben. Denn Dein Ziel willst Du ja dauerhaft umsetzen. Unterteile daher lieber in kleinere Zwischenziele, kleinere, leicht gangbare Schritte – anstelle von riesigen „Felsbrocken-Zielen“. Das Erfolgserleben wird umso größer sein und Deine Motivation immer weiter pushen.

  • setze Ziele (diese können ruhig groß sein – alles, woran Du wahrhaftig glauben kannst, halte ich für langfristig realistisch!)
  • setze Zwischenziele, die leicht erreichbar erscheinen
  • sei ehrlich zu Dir (mache Dir bewusst, welche Investitionen du unter Umständen leisten musst, um an das große Ziel zu kommen)

 

3. Akzeptiere, dass Du auch nur ein Mensch bist und übernimm auch Verantwortung für Rückschritte.

Du bist ein Mensch. Menschen sind nicht perfekt (auch wenn wir es manchmal gerne wären…). Wir machen Fehler und WIR DÜRFEN DAS!!!

Wir dürfen, und wir werden Fehler machen. Das gehört immer zum Prozess!

Extremes schwarz-weiß-Denken wird daher nicht helfen. Es ist zum Scheitern verurteilt, weil die Welt weder ganz schwarz, noch ganz weiß ist. Sie besteht aus einer Million Graustufen.

Wenn Du Dich auf absolute Aussagen festnagelst, führt das logischerweise schneller zu Ernüchterung, wenn es dann doch einmal nicht zu 100% klappt (sondern beispielsweise nur zu 98%). Mache Dir also bewusst, dass es Ausnahmen, Ausrutscher, unperfekte Tage geben wird. Immer. Jeder, der Dir etwas anderes erzählt, bindet Dir (und wahrscheinlich auch sich selbst) einen Bären auf.

Der Punkt liegt darin, einerseits zu akzeptieren, dass es Rückschritte gibt und immer geben wird. Und zum anderen, Verantwortung dafür zu übernehmen. Es ist nichts, wofür man sich als Mensch schämen müsste. Wichtig ist nur, dass Du ehrlich zu Dir selbst bist. Denn manchmal haben wir Menschen auch ein wunderbares Talent uns selbst etwas vor zu machen:

Wenn beispielsweise aus einem Stück Kuchen an einem Tag, zwei am nächsten, drei Stück am übernächsten Tag werden… denn es ist ja nur eine Ausnahme! Das ist Selbstbetrug. Und ja, es ist auch eine gewisse Gratwanderung.

 

  • Übernimm Verantwortung für Rückschritte
    • Rückschritte sind kein Problem, solange Du nicht aufgibst!
  • Übe Dich in liebevoller Akzeptanz Dir selbst gegenüber, auch wenn – oder gerade WEIL – Du nicht perfekt bist 🙂 ❤
  • Genieße! Wenn ein Stück Schokokuchen Dir einfach einen Wahnsinns-Genuss beschert, dann gönne ihn Dir zu besonderen Anlässen! – Ohne Reue!
    • Es kommt auf den Durchschnitt an, und nicht auf einzelne Momente, die „Ausreißer“ darstellen.

4. Bleib dran!!!

Zu diesem Punkt muss an dieser Stelle wohl nicht mehr viel gesagt werden. Es ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Wenn Dich das Thema interessiert, lies den Beitrag Motivation stärken.

 

Autor: Elina Herrmann

Hallo liebe/r Leser/in! Mein Name ist Elina Herrmann und ich lebe in Berlin. Ich liebe die Natur, gutes Essen und Fitness - alles, was zu einem genussvollen Leben dazu gehört. Als Psychologin und Ernährungsberaterin schreibe ich in meinem Ernährungs- und Lifestyleblog "Great Life Nutrition" meine Gedanken zu den facettenreichen Zusammenhängen zwischen Ernährung und ganzheitlichem Wohlbefinden auf - auch Rezepte dürfen natürlich nicht fehlen! Darüber hinaus gibt es den Reiseblog "Two_In_Peru", der mich im Sommer 2018 zwei Monate lang durch Peru und Chile begleitet hat. Viel Freude beim Lesen! Eure Elina

Ein Gedanke zu „Gute Vorsätze adé!“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s