Bäume umarmen? – Unbedingt!

Ich hielt es ja selber auch eher für einen Mythos: Durch Bäume umarmen eine heilende Wirkung erzielen.

Doch anscheinend kennt die westliche Wissenschaft bereits seit den 80er Jahren Beweise für die positive Wirkung von Bäumen und Wäldern auf die Gesundheit des Menschen.

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Bereits vor über dreißig Jahren stellten Wissenschaftler (um Prof. Roger Ulrich) fest, dass der bloße Anblick eines Baumes die Selbstheilungskräfte bei Krankenhauspatienten steigerte, was sich in schnellerer Wundheilung, geringerer Komplikationsrate und vermindertem Schmerzmittelbedarf zeigte.

Nicht umsonst sind also Menschen, die in Waldnähe leben, statistisch gesünder und langlebiger, und zwar unabhängig von Bildung und vom Einkommen: Stadtmenschen, die nahe am Wald leben, haben einer Studie von 2017 (von Sabine Kühn und Team) zufolge eine gesündere Amygdala (der Hirnort, an dem Stress verarbeitet wird). Dies lässt schlussfolgern, dass diese Menschen besser mit Stress umgehen können. Und Stress ist bekanntlich einer der großen Risikofaktoren für die unterschiedlichsten physischen und psychischen Erkrankungen.


Waldbaden als Medizin

In Japan zählt das sogenannte „Waldbaden“ seit Jahrhunderten zur traditionellen Volksmedizin und wird daher sogar von den Krankenkassen bezahlt.

Mittlerweile wissenschaftlich bewiesen ist die heilende und wohltuende Wirkung des „Waldbadens“ also. Und wie genau kann diese heilende und wohltuende Wirkung begründet werden?


Eine Frage der Kommunikation

Nun, Bäume sprechen miteinander. Im übertragenen Sinne natürlich. Sie kommunizieren mittels chemischer Botenstoffe, mit denen sie sich gegenseitig beispielsweise vor Schädlingen warnen. Das geht so weit, dass sogar übermittelt werden kann, welche und wie viele Schädlinge an der Borke nagen. Die Pflanzen können so bereits im Vornherein ihre Abwehrstoffe hochfahren, um sich gegen die Schädlinge zu wehren.

Ein ganz wichtiger Stoff in der Pflanzen-Kommunikation sind die sogenannten Terpene, als wichtigster Bestandteil der ätherischen Öle der Pflanzen. Diese sind übrigens auch das, was wir riechen können, sobald wir einen Wald betreten. Nicht umsonst befinden sich auch in Kosmetikprodukten, wie Shampoos oder Cremes beispielsweise Thymian- oder Eukalyptusöl, Limonene, Pinene oder Geraniol. Diese Stoffe gehören ebenso zu den Terpenen, wie unzählige weitere, welche in unserer Nahrung vorkommen (beispielsweise Curcumene aus Kurkuma, Bisabolol aus Kamille oder Rishitin aus Kartoffeln).

Viele Terpene wirken antibakteriell, antientzündlich und antiallergisch und sogar in der Krebsforschung erweisen sie sich bisher als sehr vielversprechend.

Vielleicht liegt es ja auch an dieser vielschichtigen Wirkung der Natur auf uns, dass in der traditionellen chinesischen Medizin die Atmung eine zentrale Rolle bei der Zuführung von Lebensenergie in den Körper spielen soll. In gewisser Weise führen wir unserem Körper ja tatsächlich eine Art genussvolles „Lebenselixier“ zu, wenn wir bei einem Waldspaziergang tief durchatmen und den Alltag für einige Zeit hinter uns lassen…

Autor: Elina Herrmann

Mein Name ist Elina Herrmann. Ich lebe in Berlin und liebe die Natur, gutes Essen und Fitness. In meinem Blog "Great Life Nutrition" schreibe ich meine Gedanken zu den facettenreichen Zusammenhängen zwischen Ernährung und ganzheitlichem Wohlbefinden auf. Aus gegebenem Anlass kommt jetzt noch der Reiseblog "Two_In_Peru" dazu. Viel Freude beim Lesen!

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