Warum der ganze Hype um’s Essen? ODER: Wir sind doch, was wir essen.

Was hat es mit dem ganzen „Hype“ um die „richtige“ Ernährung auf sich?
Sollte nicht der Mittelpunkt unserer Gedanken und Bemühungen rund um die Ernährung das sein, was uns tatsächlich gut tut? Das, was uns sowohl körperlich, als auch psychisch-emotional Wohlbefinden und Vitalität schenkt?

Essen ist das Normalste auf der Welt- sollte man meinen. Denn es ist eines der am frühsten in unserer Kindheit erlernten und ausgeübten Verhaltensweisen, welche uns aufgrund seiner Lebensnotwendigkeit unter Garantie unser gesamtes Leben lang begleiten wird.

Und doch: Schaut man sich einmal um – egal ob im Internet, im Büchergeschäft oder sonstigen Medien – so stellt man fest, dass Essen scheinbar alles andere als einfach ist. Es erscheint hingegen ein hochkomplizierter Vorgang zu sein, bei dem man etliches falsch machen kann. Deshalb existieren unzählige Ratgeber, Programme und Empfehlungen, welche einem die „richtige“ Ernährung beibringen (bzw. verkaufen) sollen.

Abgesehen davon, dass das ganze unfassbar verwirrend ist, und ein Überblick über diesen Dschungel von teilweise extrem widersprüchlichen Empfehlungen nahezu unmöglich ist, bringt uns die Art, unsere Ernährung nach strikten Richtlinien und einem „schwarz-weiß-Denken“ von „richtigen“ und „falschen“ Lebensmitteln, weg von einer ganz ursprünglichen und wichtigen Frage. Nämlich:

Was macht Essen eigentlich mit mir?

Noch genauer formuliert: Was macht Essen mit meinem Körper und mit meinem Kopf, also auch mit meiner Psyche?

Ich finde, es lohnt sich, einmal ganz bewusst vor Augen zu führen, was beim Essen, also der ganz normalen Nahrungsaufnahme eigentlich passiert:

  • Ich nehme Substanzen in Form von Lebensmitteln aus meiner Umwelt in meinen Körper auf.
  • Mein Körper zersetzt diese Substanzen in ihre kleinsten chemischen Bestandteile.
  • Diese kleinsten chemischen Bestandteile gelangen in meinen Blutkreislauf, wo sie je nach Bestimmungsort weitertransportiert werden.
  • Mein Körper BAUT seine eigene SUBSTANZ aus diesen bio-chemischen Bauteilen (Mineralstoffe, Eiweißbausteine, Fette); er baut ständig neue Zellen auf und ersetzt alte Strukturen.
  • Weiterhin baut der Körper Botenstoffe, Hormone und Immunzellen aus der von mir aufgenommenen Nahrung.

Diese Punkte stellen natürlich nur einen ganz bruchstückhaft kleinen Teil dessen dar, was tagtäglich in unseren Körpern stattfindet. (Näheres zu einzelnen Punkten werde ich einmal in weiteren Beiträgen darstellen.)

Allerdings finde ich hierbei den entscheidenden Punkt, dass wir uns beim Essen unsere eigene biologische und chemische Substanz zuführen.

Wir sind das, was wir essen. – Der Spruch kommt Dir auch bekannt vor? „Du bist, was Du isst“ klang in meinen Ohren immer etwas abgedroschen bis platt, ganz nach dem Motto, „Ja, ja, wer viel Fett ist, nimmt eben zu.“.

Doch wenn ich mir die oben aufgeführten Punkte vor Augen halte, erscheint er mir mittlerweile äußerst tiefgründig.

Bild by Pixabay

Was Kommunikation und Stoffwechsel womöglich gemeinsam haben…

Im Prinzip können wir alle diese Austauschprozesse (chemisch und physikalisch), wie sie fortwährend immer in unserem Organismus stattfinden, und worin die Ernährung eine zentrale Rolle spielt, mit einem Wort zusammenfassen: STOFFWECHSEL.

Dieses Wort hat jeder von uns schon gehört – auch ohne großartige Kenntnisse im Bereich Ernährung. Dennoch versteckt sich dahinter SO VIEL!

Beim Thema Stoff-„Austausch“ schießt mir auch immer wieder der Begriff „Kommunikation“ durch den Kopf.

Kommunikation bezeichnet im Bereich der Psychologie „den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen“ (Köck & Ott, 1994, S. 213). Nun sind mein Körper und ich zwar keine getrennten „Personen“, dennoch findet ein wechselseitiger Austausch von biochemischen Prozessen statt: Ich gebe meinem Körper über die Nahrung diese Art von „Informationen“, er verarbeitet sie und erzeugt eine neue Art von „Output“, nämlich erneuerte körperliche Strukturen und biochemisch funktionelle Prozesse.
Ich weiß, das ist überhaupt nicht wissenschaftlich, aber es sind meine Gedanken dazu. (Ich muss wohl dazu sagen, ich habe manchmal recht viel Fantasie… :))

Um noch einen Schritt weiter zum Gedanken der Kommunikation und des Essens zu gehen: Kommunizieren wir nicht auch über den „Output“ unseres Körpers, also unser pysisches Erscheinungsbild maßgeblich mit unserer Umwelt?
Ebenso, wie die Kleidung, die wir tragen und auch die Stimmung (Haltung, Mimik, Gestik), die wir aussenden, eine Botschaft über uns an unsere Mitmenschen sendet, so tut dies auch der – ich will es mal so nennen – Ernährungszustand, also das Resultat der Art und Weise, wie wir unseren Körper mit Nahrung „behandeln“.

Und mit diesem letzten Wort möchte ich ein kleines Fazit einleiten:

Mit dem, was wir unserem Körper zuführen, haben wir einen enormen Einfluss auf unser körperliches und psychisch-emotionales Wohlbefinden und damit auch zu einem großen Teil auf unsere Gesundheit. (Die Studienbelege spare ich mir an dieser Stelle ;))

Sollte nicht daher der Mittelpunkt unserer Gedanken und Bemühungen rund um die Ernährung das sein, was uns tatsächlich gut tut, und nicht, was die Portemonnaies anderer Personen füllt oder eben „alle so machen“?
Sollte das nicht im Mittelpunkt stehen, was unseren Körper vital und leistungsfähig macht und uns damit zu dem besten erreichbaren Maß an Wohlbefinden und Vitalität verhilft? Das, was sowohl unserem Körper, als auch unserem Kopf gut tut, in der Form, dass unser Körper alles bekommt, was er benötigt und dazu eine große Portion FREUDE an der Umsetzung dieses Ziels?

Bei der Umsetzung dieses Ziels möchte ich Dir gerne mit meinem Blog zur Seite stehen.

Nicht zuletzt waren diese Gedanken auch maßgeblich für die Auswahl des Blogtitels: Great Life Nutrition. Die Ernährung als die Basis für ein großartiges, vitales Leben. Mit einer gehörigen Portion Freude! 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen großartigen Tag!

Autor: Elina Herrmann

Mein Name ist Elina Herrmann. Ich lebe in Berlin und liebe die Natur, gutes Essen und Fitness. In meinem Blog "Great Life Nutrition" schreibe ich meine Gedanken zu den facettenreichen Zusammenhängen zwischen Ernährung und ganzheitlichem Wohlbefinden auf. Aus gegebenem Anlass kommt jetzt noch der Reiseblog "Two_In_Peru" dazu. Viel Freude beim Lesen!

2 Kommentare zu „Warum der ganze Hype um’s Essen? ODER: Wir sind doch, was wir essen.“

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